Projektinhalt

Der Nutzen einer erhöhten Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und (Fach)Hochschulbildung liegt in der Erhöhung der Bildungschancengleichheit sowie in einer erhöhten Attraktivität der Berufsausbildung im Gesundheits- und Sozialpflegebereich.

Die Bedeutung dieses Bereiches wird aufgrund des demographischen Wandels in Europa weiterhin wachsen. In vielen europäischen Ländern existiert bereits ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in diesem Sektor. Und dieses wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Das Statistische Bundesamt geht beispielsweise entsprechend seiner Modellrechnungen davon aus, dass im Jahr 2025 193.000 Arbeiter im Bereich der Pflege fehlen werden.

Das Projekt transferierte Methoden, Prozesse, Instrumente und Richtlinien für die Anerkennung von Lernergebnissen aus der beruflichen Bildung für die Zulassung zur Hochschulbildung.

Im Besonderen wurden bewährte Verfahrensweisen und getestete Methoden transferiert für:

  • die Organisation des institutionellen Rahmens für die Anerkennung früherer Lernleistungen in Berufsbildungs-, sowie Hochschuleinrichtungen,
  • die Anrechnung von früherem Lernen auf der Basis von Lernergebnisbeschreibungen (ECVET),
  • Studenten- bzw. Bewerberberatungen and
  • Kooperation zwischen Einrichtungen der Berufsbildung und der Hochschulbildung bei der Entwicklung von Curricula und Anrechnungsverfahren

Die Hauptziele des Projektes waren:

  • Definition der Rahmenbedingungen durch Analyse der Gesetzesgrundlagen und des Standes der Umsetzung von Anrechnungsprozessen für Lernergebnisse von der beruflichen zur Hochschulbildung in den beteiligten Ländern
  • Zusammenfassung von Kernthemen, bezüglich transferierbarer Anrechnungsprozesse, angewendeter und getesteter Methodiken und Instrumente
  • Anpassung, Entwicklung und Transfer von Methodiken und Instrumenten in den nationalen Kontext und Anwendung dieser in den beteiligten Institutionen
  • Sicherstellung und Förderung der Kooperation zwischen Institutionen der beruflichen und Hochschulbildung durch das Schließen von Übereinkünften zu standardisierten Anrechnungsprozessen und durch Bereitstellung von Vorlagen für solche Vereinbarungen
  • Teilhabern aus der beruflichen und Hochschulbildung ermöglichen Anrechnungsprozesse anzuwenden
  • Verbreitung der Projektergebnisse und Sicherstellung der Nachhaltigkeit und der Weitergabe innerhalb Europas